Gegen die Stimmen der Opposition hat der sächsische Landtag heute mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition das neue Heimgesetz für Sachsen beschlossen. Sachsen hat damit als vorletztes Bundesland die Möglichkeit genutzt, das Bundesheimgesetz durch ein länderspezifisches Heimgesetz zu ersetzen. Das neues Gesetz mit dem sperrigen Namen - "Gesetz zur Regelung der Betreuungs- und Wohnqualität im Alter, bei Behinderung und Pflegebedürftigkeit im Freistaat Sachsen" - wir jedoch leider nach unserer Meinung den Anforderungen an eine moderne Ausrichtung des Heimbegriffes nicht gerecht wird.

Wohngemeinschaften in ihrer Existenz bedroht
Schon vor Beschluss des Gesetzes hatten mehrere Verbände, u.a. der Bundesverband privater Anbieter e.V., darauf hingewiesen, dass die vorgeschlagenen Regelungen bezüglich alternativer  Wohnformen realitätsfern seien. Nach dem Gesetzeslaut sind alle Wohngemeinschaften, bei denen eine Nachtbetreuung erforderlich ist, wie große stationäre Heime zu behandeln und haben die gleichen Anforderungen zu erfüllen. Für alternative Wohnformen, wie unsere Wohngemeinschaft für Demenzkranke in Roßwein, ist jedoch eine vollumfängliche Erfüllung dieser Anforderungen in einem Wohnumfeld schlicht nicht machbar. Das bedeutet nach derzeitigem Stand, dass alle alternativen Wohnformen in Sachsen in ihrer Existenz bedroht sind. 

In einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke ist es nicht vorstellbar, dass die Bewohner in der Nacht gegenseitig auf sich Acht geben und bei Bedarf einen Pflegedienst anrufen, wie vom Gesetz scheinbar angedacht. Vielmehr trägt die Anwesenheit einer Nachtbetreuung zur Sicherheit der Bewohner bei. Leider hat sich die sächsische schwarz-gelben Koalition über alle Bedenken von Fachleuten im Bereich Pflege hinweggesetzt und ein Gesetz geschaffen, dass - einmalig in Deutschland - alle alternativen Wohnformen zu Heimen macht. Wir bedauern als Pflegedienst diese kurzsichtige Vorgehensweise und sind gespannt, wie sich diese gesetzliche Regelung jetzt auf bestehende Wohngemeinschaften in Sachsen auswirkt. Selbstverständlich halten wir Sie dazu auf dem Laufenden.
 
 
Eine neue aktuelle Ausgabe unserer Patientenzeitschrift mit dem Titelthema EM 2012 ist gerade auf dem Weg zur Druckerei und wird in wenigen Tagen bei unseren Patienten und allen Interessierten sein. Wie immer finden Sie in der Pflegezeitung einen Rückblick auf Veranstaltungen mit Mitarbeitern und Patienten, Neuigkeiten im Unternehmen und einige wichtige Termine. Wenn Sie uns online per Blog, Facebook oder  Newsletter folgen, haben Sie eventuell schon die ein oder andere Nachricht gelesen. Empfehlenswert ist aber auf jeden Fall das Titelthema über die Fussball EM, geschrieben von unserem Fussballfan und Juniorchef Benjamin Brambor. 
Lesen können Sie die Pflegezeitung online auf unserer Webseite oder per Download der Zeitung im PDF Format. Gern bringt Ihnen einer unserer Mitarbeiter auch ein Exemplar zu Ihnen nach Hause. Eine kurze Nachricht per Kontaktformular genügt. Und falls Sie Kritik oder Anregungen haben, würden wir uns über einen Kommentar auf Facebook oder eine E-Mail freuen.

Viel Spass beim Lesen!
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Die Gesetze zur Pflege und Betreuung befinden sich derzeit auf Bundesebene und Landesebene im Umbruch. Selbstverständlich versuchen wir als Unternehmen, Sie darüber auf dem Laufenden zu halten. Im Jahr 2012 gab es schon einige Veränderungen. Nach dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (PfWG) wurde das Pflegegeld ab 01.01.2012 erhöht. Im März dieses Jahres wurden die Leistungen der Pflegeversicherung für demenzkranke Personen erweitert. Und vor wenigen Tagen wurde die staatliche Förderung für eine private Pflegezusatzversicherung im Bundeskabinett beschlossen (Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit hier). Und nicht zuletzt steht der Entwurf des Sächsischen Heimgesetzes nach mehrjähriger Verzögerung kurz vor dem Abschluss (letzter Entwurf SächsWoBeG in 2011). 
 
Um diesen Änderungen nicht nur passiv zuzusehen, engagieren wir uns auch, um den politischen Entscheidungsträgern wichtige Informationen über unsere Arbeit mit unseren Patienten zu übermitteln. Meist geschieht das über unseren Verband, den Bundesverband privater Anbieter e.V.. Manchmal ergibt sich aber die Möglichkeit, direkt in Kontakt zu treten.  
Pflegedienstchefin im Landtag
Frauenunion „Döbeln und Umland“ zu Besuch im Sächsischen Landtag. Cornelia Brambor (links), Sozialministerin Frau Christine Clauß (2.v.l) und MdL Sven Liebhauser (rechts)
Im Mai diesen Jahres hatte Cornelia Brambor als Geschäftsführerin die Möglichkeit, nicht “nur” den Sächsischen Landtag zu besuchen, sondern auch recht ausführlich mit der Sächsischen Sozialministerin Christine Clauß persönlich zu sprechen. “Dies war ein unheimlicher bringender Gedankenaustausch für mich”, sagte Cornelia Brambor im Anschluss. Möglich gemacht hat diesen Besuch die Einladung des Döbelner Landtagsabgeordneten der CDU Sven Liebhauser. Cornelia 
Brambor: “Mit Herrn Liebhauser haben wir schon immer einen guten Kontakt. Er setzt sich für die regionalen Bedürfnisse ein und spricht auch problematische Schwerpunkte an. Das gefällt mit an ihm”. “Auch zur Eröffnung unserer Geschäftsstelle am Döbelner Niedermarkt war Herr Liebhauser zu Gast, was uns natürlich ehrt”, so Cornelia Brambor.
2011 Entwurf SaechsWoBeg Gesetzentwurf.pdf
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